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SteNiGa

Das Projekt SteNiGa nimmt das grossflächige Industrieareal im Raum Steg-Hohtenn, Gampel-Bratsch und Niedergesteln ins Visier. Es soll die Diskussion über dessen Nutzung weiter voranbringen und Lösungswege für eine nachhaltige Entwicklung aufzeigen. 

Seit der Schliessung der Elektrolyse der Alcan in Steg im Jahr 2006 ist es trotz mehrerer Anläufe nicht gelungen, wieder ein ähnliches Niveau an Arbeitsplätzen anbieten zu können. Die Gemeinden haben das Potential erkannt und die RWO AG als Koordinator ins Boot geholt. Mit dem Ziel das im Herzen des Oberwallis gelegene Industrieareal neu zu beleben, wurde im September 2021 das Projekt «SteNiGa» aufgegleist. Es soll die Diskussionen weiter voranbringen und Lösungswege für eine nachhaltige Entwicklung des Areals aufzeigen, mit der z.B. die bestehenden Infrastrukturen und mögliche Synergien besser genutzt werden können. 

Der Projektname SteNiGa steht für den Perimeter in den drei Standortgemeinden Steg-Hohtenn, Niedergesteln und Gampel-Bratsch, welche die laufenden Abklärungen angestossen haben. Er umfasst ein Gebiet, das als eine der zwei grössten noch freien Arbeitszonenreserven (Industrie- und Gewerbezonen) im Kanton und als grösste unüberbaute Zone im Oberwallis gilt. Der Perimeter zählt überdies zu den «Top-Entwicklungsstandorten der Hauptstadtregion Schweiz».

So gross wie 100 Fussballfelder

Aufgrund der Grösse der im Areal befindlichen Arbeitszonen von insgesamt fast 100 Hektaren, was rund 100 Fussballfeldern entspricht, und wegen unterschiedlicher Interessen ist bei den Überlegungen eine breit abgestimmte Vorgehensweise und eine aktive Planung nötig. In einer ersten von den drei Standortgemeinden, dem Kanton und einem privaten Eigentümer finanzierten Phase wurde deshalb mit Hilfe eines Fachbüros für Raumentwicklung eine Lagebeurteilung vorgenommen.

Dabei zeigte sich, dass eine von allen Interessensgruppen geteilte Vision, wie das Gebiet einmal aussehen soll, fehlt. Gleichzeitig konnte die Wichtigkeit des Standorts für die ganze Region aufgezeigt werden. Auf Vorschlag des Fachbüros wird nun eine zweite Projektphase gestartet. Diese Phase umfasst eine Testplanung, während der drei Teams verschiedenen Fragen nachgehen, zum Beispiel zu Aspekten der Raumplanung, der Standortentwicklung oder des Verkehrs.

Diese Testplanung ist aktuell in Vorbereitung. Sie soll zur Erarbeitung einer gemeinsamen Vision beitragen, Varianten ausloten und konsolidierte Lösungen aufzeigen. Dabei werden Antworten auf zahlreiche offene Fragen gesucht, etwa zu Themen wie möglichen Nutzungen oder auch Konflikten (z.B. Lärmemissionen oder Schutzgebiete). Mit Hilfe eines Rahmenplans soll der Weg für konkrete Massnahmen und künftige Projekte zur Erschliessung des Areals in den drei Gemeinden geebnet werden.

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